Die Regierung des Königreichs Bahrain hat gemeinsam mit den Vereinten Nationen und der UNESCO ein Programm ins Leben gerufen, dass die finanzielle Regeneration der traditionellen Häuser in Manama und Muharraq zum Thema hat.
Die traditionellen Hofhäuser aus Korallengestein und Gips, die sich in weiten Teilen der Golfregion finden, sind einem erstaunlichen Zerstörungsprozess zum Opfer gefallen. Erst jetzt realisieren die Regierungen der Region, dass sie ihr kulturelles Erbe verlieren, oder es bereits verloren haben.
Duane Phillips mit DPZ-Europe wurde für ein Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen als Berater für Urban Design und Architektur eingesetzt. Als Koordinator oblag ihm die Leitung der beteiligten Consultants für Finanzen, rechtliche Fragen, Restaurierungstechnik und Informations- und Technologiebelange.
Gemeinsam mit ihnen wurde eine integrierte Planung entwickelt, die nicht nur den Eigentümern der verschiedenen Gebäude eine Modernisierung und Konservierung ermöglichen, sondern die historischen Stadtzentren neu beleben und die Familien der Mittelklasse Bahrains anziehen soll.
Die Aspekte der Untersuchung konzentrieren sich auf öffentliche und private Finanzierungsprogramme, eine neue Rechtssprechung, die geschützte Gebiete und architektonische Richtlinien ausweist sowie eine Planung für neue Regierungsstrukturen zur Verwaltung des Projektes. Darüber hinaus sollten Probleme von Erbschaftsrecht Gesetzen und Überbevölkerung gelöste werden.
Die ökonomische Regeneration der beiden Stadtzentren wurde in Stufen mit unterschiedlichen kurz-mittel- und langfristigen Zielen geplant. Insgesamt ist der Prozess für eine Dauer von sieben bis zehn Jahren angelegt.
Das Königreich Bahrain verdient für seine Weitsicht und sein Engagement höchstes Lob. Es werden nicht nur nachhaltige, lebendige Gemeinden schaffen, sondern darüber hinaus wird das Überleben des gebauten kulturellen Erbes für die zukünftigen Generationen gesichert.